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Das vegetative Nervensystem

Was sind die Aufgaben des vegetativen Nervensystems?

Das vegetative Nervensystem steuert und reguliert alle unsere Organe und Organsysteme, die wir willentlich nicht beeinflussen können.
So steuert das vegetative Nervensystem beispielsweise den Herzschlag, die Atmung, das Verdauungssystem, das Immunsystem usw., ohne dass wir etwas dafür tun müssen.

Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Hauptnerven, dem Sympathikus, auch Stressnerv oder Spannungsnerv genannt, und dem Parasympathikus, auch Vagus,  Entspannungs- oder Ruhenerv genannt.

Der Sympathikus ist für die Organregulation bei körperlicher Anstrengung zuständig. Dabei wird Energie verbraucht, weil der Körper auf Leistungsfähigkeit eingestellt wird.

Der Parasympathikus ist für die Organregulation bei körperlicher Ruhe zuständig. Energie wird aufgebaut, regenerative Prozesse eingeleitet und Selbstheilungskräfte aktiviert.

Warum kann es zu einem Ungleichgewicht im vegetativen Nervensystem kommen?

Das vegetative Nervensystem ist unter anderem darauf ausgelegt, unseren Körper auf Kampf oder Flucht vorzubereiten.
Ein gern genommenes Beispiel dafür ist der Säbelzahntiger, den es vor ein paar tausend Jahren auf der Erde gab.

Wenn wir dem Säbelzahntiger damals begegnet sind, mussten wir fliehen um zu überleben. In dieser Situation musste also der Sympathikus seine Aktivität erhöhen. Der Sympathikus hat dafür gesorgt, dass das Herz schneller schlägt, der Blutdruck sich erhöht, die Muskelspannung aufgebaut wird, Zucker freigesetzt wird, die Pupillen sich erweitern usw.
All dies war erforderlich um leistungsfähig zu sein und um weglaufen oder angreifen zu können.

Heute jedoch gibt es einen entscheidenden Unterschied zu damals.
Damals gab es Gefahrensituationen, in denen wir fliehen oder angreifen mussten und die bereitgestellte Energie benötigt wurde.
Heute jedoch sind wir kaum noch Gefahren ausgesetzt, vor denen wir fliehen müssten.

Das vegetative Nervensystem reagiert jedoch in Stresssituationen ähnlich wie auf den Angriff durch einen Säbelzahntiger.
Der Sympathikus erhöht seine Aktivität und der Parasympathikus schränkt seine Funktion ein.

Um sich deutlich zu machen, welche Auswirkungen eine dauerhaft erhöhte Aktivität des Sympathikus hat, kann man sich die Frage stellen:

Was benötigt der Körper in einer Kampf und Fluchtsituation?

  1. einen erhöhten Blutdruck, um alle Muskeln mit Sauerstoff zu versorgen
  2. einen schnelleren Herzschlag, um alle Gefäße mit Blut zu versorgen
  3. mehr Zucker, damit die Muskeln Energie erhalten
  4. erhöhte Muskelspannung um laufen oder kämpfen zu können
  5. Erhöhung der Gerinngsfähigkeit des Blutes um nicht zu verbluten bei Verletzung
  6. Einschränkung des Verdauungssystems
  7. Einschränkung des Immunssystems
  8. Einschränkung der Geschlechtsorgane
  9. die Gehirnaktivität wird reduziert, da wir reflexartig regieren müssen ohne groß nachzudenken

Welche Erkrankungen können sich aus einer dauerhaften Regulationsstörung im vegetativen Nervensystem entwickeln?

  1. Bluthochdruck
  2. Herzinsuffizienz
  3. Diabetes
  4. Schmerzen
  5. Durchblutungsstörungen
  6. Verdauungsprobleme
  7. häufige Infekte
  8. unerfüllter Kinderwunsch oder erektile Dysfunktion
  9. Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit

Welche Rolle spielt hierbei der Vagus?

Der Vagus (Parasympathikus, Entspannungsnerv) spielt eine ganz entscheidene Rolle.

Wichtige Erholungs, Regenerations- und Aufbauprozesse finden bei einem zu schwachen Vagus nicht ausreichend statt.
Die dauernde Überaktivität des Sympathikus kann so nicht ausreichend kompensiert werden und neue Energien werden nur unzureichend aufgebaut.
Ein zu schwacher Vagus führt früher oder später zwangsläufig zu organischen Erkrankungen.

Welche Möglichkeiten gibt es den Vagus zu stärken?

Die einfachste Möglichkeit ist die Atmung mit einem speziellen Atemtakt. Nachweislich ist dies eine schnelle und effektive Therapie für eine sanfte und schonende Stärkung des vegetativen Nervensystems und ganz speziell des Vagus.

Woher weiss ich, dass mein Vagus nicht mehr ausreichend reguliert?

Mit der VNS Analyse, die über die Herzfrequenzvariabilität das vegetative Nervensystem misst, steht eine schnelle, schmerzfreie und wissenschaftlich anerkannte Methode zur Verfügung.

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